Nach einer sehr angenehmen zweiwöchigen Pause hieß es gestern wieder ab zur Schule und Oh JA ab in die Schule mit dem Schulbus. Dem coolen, gelben, amerikanischen Schulbus! :'D
Sofort bekam ich einen Buddy, die mich die ersten paar Tage durch die Schule führen wird. Meine Klassen sind ok, auch wenn ich gedenke ein paar zu wechseln.
Die Schule ist ziemlich cool. Abgesehen davon, dass die Schüler irgendwie besser und netter aussehen als in Staten Island ^^ ist auch das gesamte Klima in der Schule derbe nice :'D
Dank meinem Buddy hatte ich beim Lunch auch gleich jemanden mit dem ich sitzen kann, die Field Hockey Mädels (auch wenn ich die einzige am Tisch bin, die nicht Field Hockey spielt xD).
Auch kenn ich schon Shelly (Michelle aus Deutschland) und Clair (aus Taiwan) die beide auch auf meiner Schule und mit Ayusa hier sind.
Alles Voraussetzungen, die mein Einleben in die neue Schule leichter machen sollten :)
Am Abend war ich bei meinem ersten High School Football-Spiel. Cindy, Shelly und ich sind fast erfroren, doch es hat sich gelohnt, denn the EHT Eagles haben sowas von gewonnen.. 16-13
Der letzte Touchdown war genial! Auch wenn die Cheerleader echt anstrengend waren und die ganze Zeit bescheuert lächelnt rumgehüpft sind :'D
Heute hieß es Jack-O'-Lanternd machen. Eine Jack-O'-Lantern ist eine ausgehölte Kürbislaterne und da die Ammies ja so auf Holloween stehen, etwas was hier ziemlich gemein ist.
Eine ziemlich leckere Angelegenheit..NOT! :'D
Nach langem auswählen des Kürbisses, der
Suche nach einem guten Gesicht und 4 Stunden Arbeit sah mein Ergebnis folgendermaßen aus:
Samstag, 15. Oktober 2011
Sonntag, 9. Oktober 2011
Lieber zu spät als nie!
Meine liebsten Freunde, Feinde und Unbekannte,
nun bin ich schon über einen Monat hier und habe meinen Hintern bisher nicht hoch gekriegt und noch nichts in meinen Blog geschrieben.. (den ich noch in Deutschland erstellt habe^^)
Dieses hatte jedoch gute Gründe, die ich jedoch leider wegen der Ayusa-Regeln nicht nennen darf ;D Long story short: Ich kam mit meiner Gastfamilie nicht klar und habe das erste Mal in meinem Leben gemerkt, was für eine tolerante und liebenswerte Mutter ich doch habe! :)
Erst einmal muss ich die Erlebnisse des letzten Monats schildern:
Meine Ankunft in New York hätte kaum besser sein können. Meine Gruppe war der HAMMER, doch das eigentlich gigantisch geniale war MANHATTEN! Die Stadt die niemals schläft ist nicht nur riesig (eher in der Höhe als in der Breite) , sondern noch dazu kunterbunt und absolut spannend!
Unseren ersten Stopp machten wir bei den Strawberry Fields, einem Teil vom Central Park der John Lennon und dem Weltfrieden von Yoko Ono gewittmet wurde.
Der Central Park selbst ist grandios und das lustige an ihm ist, das nichts von ihm da war bevor die New Yorker kamen und einfach mal ein Fleckchen Land bepflanzt haben.
Auch ist es cool sich die Brücke an zugucken wo X Hollywood-Filme drauf gedreht wurden.
SoHo, 5th Avenue und der Times Square haben auch richtig rein gehauen!
Nachdem wir über die Brooklyn Bridge gepilgert sind war ich ganz schön tot, aber Top of the Rock hat mich wider wach gerüttelt.
Wie soll man auch müde sein, wenn das Nachtpanorama von New York City vor einem liegt und man am liebsten die Zeit anhalten würde oder diesen Moment auf irgendeine Art und Weise für immer festhalten möchte (Fotos sind schön, aber nicht ausreichend!).
Die Freiheitsstatue durfte natürlich auch nicht fehlen. Um dem Touri-Klischee zu entfliehen ging es danach ab nach Coney Island, das etwas andere Brooklyn. Eine Strand-Freizeitpark-Attraktion in der die wohl mit Abstand schlimmste Holzachterbahn der Welt steht. Ja, ich musste es ausprobieren und wieder ja, ich bereue es.^^
Der zweite Tag wurde perfekt abgerundet mit dem Hardrock-Cafe dinner und dem anschließenden Time-Square Bummel :)
In conclusion I can say : NEW YORK CITY ROCKS SOOOOO HARD! :D
Wenige Tag nach der Ankunft in der Gastfamilie, ging es auf zum Vorbereitungswochenende mit den anderen Austauschschülern von Ayusa. In der Gruppe meiner Betreuerin, Pam, war ich die einzige deutsche. Oh Wunder! Außerdem bestand sie aus Zita (Holland), Marina (Spanien), Mariana (Libanon). Später trafen wir noch auf fünf Deutsche und eine Swedin, die Schützlinge anderer Betreuer in der Gegend. Das Wochenende war super lustig und neben den ganzen Regeln, die uns wiederholt eingetrichtert wurden, machten wir eine Heuwagen-Tour und barbecueten. Die Pam-Gruppe wuchs richtig zusammen!
Die Susan E. Wagner High School ist keine normale High School. Abgesehen davon das man nur mit viel Glück in den Gängen nicht erstickt ist sie sehr geräumig. Das diese Schule so riesig ist hat Vorteile und Nachteile. Zum einen hat man ein enormes Breitband an Klassen und Aktivitäten, auf der anderen Seite sieht man fast niemanden zwei Mal und fällt zwischen den vielen Neulingen und Immigranten (legal und illegal) nicht groß auf. Lustig wird es, wenn nach zwei Wochen der Lehrer zufällig mal darauf eingeht, dass man aus einem anderen Land für ein Jahr in den USA ist und die Mitschüler wie die Fliegen ankommen und anfangen Fragen zu stellen. Eine Frage die ich sehr interessant fand war: Habt ihr in Deutschland Autos? - ÄH?! VW? Mercedes?? BMW!!?? NEIN! :'D Von : Sprichst du fließend deutsch? und: Ist Deutschland in Asien? fange ich gar nicht erst an. xD
Auch wenn man es nicht glauben mag, gab es auch intelligente Leute ;D Mein Glück war es, dass ich mich durch Zufall zu einer ziemlich coolen Gruppe beim Lunch hingesetzt habe! Nach zwei Tagen fühlte es sich nicht mehr an als ob wir uns kaum kannten. Ich hatte das Gefühl wir kennen uns schon ewig.
Wir hätten da einmal Julia: Die ASIANBITCH.. Erklärung: Wenn man ein weißes Mädchen regelmäßig mit einer Horde Asiaten chinesischen Poker spielen sieht, liegt dieser Name nah.
Gefolgt von Taryna. Taryna ist schwarz, sagt von sich selbst jedoch, sie sei wie ein Oreo-Cookie sei. Verstanden? - Ich hab mich weggeschmissen!!
Sehr vermisse ich auch Ira, die mir am Tag an dem wir uns kennen lernten ihre Handynummer in die Hand drückte und mir sagte ich könne sie immer anrufen.
Und nicht zu vergessen Tobi und Ming, die mir zeigten wie cool Asiaten sind.
Ich könnte jetzt so weiter machen, aber ich bezweifle das ich dann heute fertig werde!
Erwähnenswert ist unter anderem der SING-Club für den ich unverzüglich vorsang, als ich davon hörte. Die Idee von SING ist, das jede Jahrgangsstufe ein eigenes Theaterstück schreibt, ein eigens Bühnenbild und Kostüme herstellt , das ganze mit Liedern schmückt und dann aufführt. Regie, Produktion etc. alles von Schülern. Ziemlich cool was?!
Ich bekam einen Hauptpart, doch bald wurde klar, dass ich wohl nicht mehr lange in dieser Schule verweilen würde, also gab ich meinen Part ab und wurde zum Emo. Ne mal ehrlich, das Ganze ging mir gewaltig an die Nieren!
Am 30. September brachte meine Ex-Gastfamile mich zu meiner Betreuerin nach Verona, NJ. Man kann nicht gerade sagen, dass Pam sehr gut auf mich zu sprechen war und auch nicht dass sie besonders stark versuchte dies zu verbergen. Nun war ich also da und wusste nicht ob ich eine, zwei, drei Wochen oder einen ganzen Monat ohne feste Gastfamilie und Schule verweilen dürfte.
Trotz anfänglicher Fremdheit, gewöhnte ich mich ganz schön schnell an das Haus, den Hund, die Katzen und die Geschwister. Sehr geholfen hat mir dabei Zita, die mit Pam wohnt.
Wenige Tage nach meiner Ankunft eröffnete mir Pam, dass ich eine neue Gastfamilie hätte und am nächsten Wochenende auf sie stoßen würde. Das ging schneller als ich dachte!
Auch wenn ich anfangs skeptisch war, genoss ich es den halben Tag alleine zu Hause zu sein und TV-Serien rauf und runter zu gucken und diese Woche Ferien tat mir denk ich auch ganz gut! Außerdem konnte ich Pam beweisen das ich keine verzogene, deutsche Göre bin.
An besagtem Wochenende fuhr die ganze Pam-Gruppe plus Nut, einem thailändischen Austauschschüler nach South New Jersey zu Debbie unserer Regionalen Betreuerin. Dort traf ich auf meine neue Gastfamilie.
Wir fuhren mit der ganzen Gruppe und Debbies Gastschülerin, Michelle (Deutschland), an den Strand und außerdem machten wir einen Haunted-Hay-Ride, eine Holloween Tradition. Man fährt auf einem Heuwagen im Dunkel durch die Gegend und lässt sich von maskierten Typen erschrecken.
Leute die mit mir schon einmal einen Horrorfilm gesehen haben, können sich vorstellen wie gechillt ich da war. Für einen Menschen der selbst bei Der König der Löwen ständig zusammenzuckt kann das nicht gesund sein!
So weit so gut! Nun bin ich in meiner unglaublich herzlichen neuen Gastfamilie in Egg Harbor Township, South New Jersey. Was soll ich mit einem großen Apfel, wenn ich nicht glücklich bin. Ich habe ein gutes Gefühl und meine neuen Mom & Dad, meine neue taiwanesische Gastschwester Cindy und mein neuer verrückter Hund Chichi bestärken mich in dieser Annahme sehr.
Ich hoffe ihr habt nicht in der Mitte dieses Posts aufgehört zu lesen, weil es zu langweilig war und auch, dass ich nichts vergessen hab. Falls ich etwas vergessen haben sollte, hole ich das im nächsten Post nach.
Ich freue mich über Feedback!
Polina, Popo, Polo, Lina - wie auch immer :D
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